Bereits zur Schulzeit begann es...

anno 1978, ja, mit 13 Jahren ...

 

.. mir war nach Fotografie, ein wenig wollte ich die Zeit festhalten! Meine erste Kamera, wenn man so will, war eine Kodak Instamatik Pocket. Wir nannten sie damals "Ritsch Ratsch Klick", frei nach dem Spann- und Auslösevorgang ...

... zeitgleich durfte ich dann und wann die Leica M3 meines Vaters nutzen. Mit dem gesonderten Belichtungsmesser schien es mir als Anfänger etwas umständlich, doch die fotografischen Ergebnisse sprachen für sich selbst. Der Wunsch nach mehr wurde irgendwann durch ein Angebot meines Vaters erfüllt, das da lautete:

Entweder Du bekommst zu Weihnachten und Geburtstag zusammen eine Nikon EM geschenkt oder Du darfst meine Leica haben! Was soll ich sagen. In meiner jugendlichen Unerfahrenheit entschied ich mich für die Nikon. Damit begann meine nikonianische Laufbahn.  Mit zwei Freunden, von denen einer eine Canon AE1 und der andere eine Olympus OM hatten, unternahmen wir viele Fototouren, auf denen wir herausfinden wollten, welche Kamera die besten Bilder machte. Schnell lernten wir, dass nicht die Kamera die Bilder macht, sondern der mit dem im Winter oft kalten Zeigefinger dahinter. Meine hin und wieder zum Vergleich mitgenommene Leica stellte von der Qualität der Fotos die anderen Aufnahmegeräte dabei stets in den Hintergrund. Ich begann zu ahnen, dass meine Entscheidung für die EM nicht die beste war, was die Bildqualität anging.

                                                                                      Nur die Zeitautomatik bescherte mir vielleicht weniger Fehlbelichtungen.

 

Nach einiger Zeit dürstete ich nach mehr Einstellmöglichkeiten. Mit Zeitungsaustragen verdiente ich mir so viel Geld, um mir eine

Nikon Fe 2  zu kaufen. Damit lernte ich viel über Blende und Zeit, Bokeh und Tiefenschärfe. Diese Kamera sollte mich viele Jahre begleiten...

Zu Beginn des digitalen Zeitalters wurde mein Sohn geboren. Dazu kauften wir uns eine Familien-Kamera, die Fujifilm S 602.  Deren Reaktionsgeschwindigkeit ließ zwar noch Luft nach oben, und der 2 GB CF-Chip war recht schnell voll, aber die Ausdrucke waren überzeugend. Als ich nach einer Zeitspanne wieder meine Fe2 benutzte, dachte ich über eine DSLR nach und überlegte viel, recherchierte, fragte, ließ mich beraten, ...

... was mit dem Ergebnis gekrönt wurde, mir eine Nikon D 300 s zu kaufen. Doch die alten Objektive von Nikon, derentwegen ich bei Nikon blieb, waren mir zu wenig, und es ging wieder auf die Suche. Diese Kamera begleitet mich noch heute ( nein, sie macht jetzt, 2015, jemand anderem Freude! -Heul! Wenigstens eine (Krokodils-) träne-) , sie ist immer noch toll, schnell, scharf und leise. :-) 

... mit dem Wunsch nach mehr Auflösung und Vollformat ließen dann noch eine Nikon D 700    (gebraucht) in meinen Besitz wechseln. Auch sie mag ich, auch wenn sie nicht die leiseste ist - man hörte sie während eines Chor-Konzertes- sind die Ergebnisse sehr ausgewogen und haben wenig Rauschen. Zwar bin ich nicht dem Pixelwahn verfallen, doch Ideen reifen langsam zu einem Ziel, einer Vorstellung hin, und vor kurzem bot mir ein sehr fairer Fotohändler meine beiden Nikons in Zahlung zu nehmen für die ...

... Nikon D810! Nun denke ich am Ziel der Ausrüstung angekommen zu sein, mein Sohn hat erfahren, er wird später mal eine Nikon erben ;-)     ( Ja, in 15 Jahren werden wir alle mit 10.000 MP fotografieren  und die 810 wird milde belächelt werden  ;-)   -   für die Vitrine, wo bei mir die Leica M 3  meines Vaters steht.) Vorher habe ich noch über einen kompletten Systemwechsel nachgedacht, mir aus dem Erlös für diverses Equipment eine ....

...  Fujifilm X-T1 gekauft, doch mit ihr verbindet mich eine echte Haßliebe! Ich habe wer weiß wie oft bei Fuji angerufen, die Hotline ist vorbildlich, der Support toll. Katastrophale Fehler wurden (kürzlich) mit einem Firmwareupdate beseitigt ( z.B. der Focuspunkt konnte zwar verschoben werden, die Belichtungsmessung blieb dennoch stets mittig) doch mit dem Autofocus im C Modus und seinem optischen "Pumpen" habe ich persönlich meine Probleme. Nicht, dass sie nicht richtig fokussieren würde, doch durch das Dauerpumpen sieht man es nicht. Blindflug! Und so viele andere Features sind so stimmig, Bildqualität allem voran, Rädchen und Knöpfchen zum Einstellen, und und und ... mal sehen ... 

Fotoshooting Koblenz
1983, Nikon EM, 50mm f 1/3,5

Die "Motiv-Laufbahn"

 


Von anfänglichen Motiven der Familienausflüge wurde schnell bevorzugt die Menschen-Fotografie zu meinem Haupt-Thema. Während der Schulzeit habe ich viele meiner Mitschüler fotografieren dürfen. Auch auf schulischen Veranstaltungen wurde ich gefragt, auf Klassenfahrten und Festen. Das machte mir sehr viel Spaß. Die Freunde an der Fotografie erkannte ich schnell als den Schlüssel für gelungene Aufnahmen.

 

Meine Vorliebe für die Fotografie von Menschen begleitete mich von Beginn an und steht bis heute im Vordergrund, macht mir nochimmer so viel Spaß, wie zu Beginn. Allein durch Mundpropaganda konnte ich Hochzeiten, und andere Feiern, Gruppen und Portraitaufnahmen fertigen, die ich auch bis heute fortführe.

 

Natur und Landschaft ist ein ständiger Begleiter, genau so, wie die Fotografie auf unseren vielen Städte-Ausflügen. Auch dabei spontan Menschen anzusprechen, nach einer Aufnahme zu fragen, führt oft zu tollen Bildern. Das Genre Streetphotography habe ich, wenn ich die Aufnahmen seit frühester Zeit betrachte, schon lange vor dem seit einigen Jahren entstandenen Hype ausgeübt, so wie vor mir wiederum viele andere Menschen.

1981, Nikon EM und 35mm Blende 5,6
1981, Nikon EM und 35mm Blende 5,6